Der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist im August im Vergleich zum Vorjahr um real 5% gesunken. Wie der VMA mitteilt, gingen die Bestellungen aus dem Inland gingen um 2% zurück, aus dem Ausland kamen insgesamt 6% weniger Orders. Der Rückgang aus den Euro-Partnerländern war mit 10% doppelt so groß wie aus den Nicht-Euro-Ländern (-5%). „Nach zuvor zwei Monaten mit Wachstum ist dieses Ergebnis ein leichter Dämpfer. Zu beachten ist dabei jedoch, dass es im August dieses Jahres im Gegensatz zum Vorjahr keine Großanlagen-Bestellungen gab“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt. Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum Juni bis August legten die Orders insgesamt um real 7% zu. Im Inland wurde ein Bestellminus von 1% verbucht, während die Auslandsaufträge um 11% zulegten. Aus den Nicht-Euro-Ländern kamen 19% mehr Bestellungen, die Euro-Länder lagen dagegen 9% unter dem Vorjahreszeitraum.
„Wir haben für die ersten acht Monate des Jahres 2026 zwar ein Auftragsplus von 4% in den Büchern, allerdings basiert es auch auf einem schwachen Vorjahr und den beiden Monaten März und Juni mit vielen Großaufträgen. Es fehlt insgesamt weiterhin an einer neuen Investitionsdynamik, die auf einen dauerhaften Konjunkturaufschwung hindeuten würde. Zudem macht uns große Sorgen, dass insbesondere die Aufträge aus dem Inland von Monat zu Monat weiter schrumpfen. Das zeigt, wie angeschlagen der Standort Deutschland ist und wie dringend er durchgreifende Reformen benötigt, um den Investoren wieder Vertrauen zu geben“, resümiert Dr. Gernandt.












