
In 2027 treten durch die EU neue Vorschriften in Kraft, die bei Neumaschinen die Nutzung von Kältemitteln weiter einschränken. Dabei dürfen viele Kältemittel zukünftig nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Das betrifft sehr viele Maschinen und Anlagen, in denen Schaltschrank-Kühlgeräte oder Chiller verbaut sind. Die Verordnung 2024/573 der EU beschränkt ab dem 1. Januar 2027 die Nutzung von Kältemitteln in Kühlgeräten und Chillern mit einer Kühlleistung unter 12kW. Es dürfen nur noch Kühlgeräte mit einem Kältemittel GWP (Global Warming Potential) <150 in der EU in Verkehr gebracht werden. Ab 2032 sollen in diesen Produkten auch keine F-Gase-haltigen Kältemittel mehr verwendet werden. Chiller über 12kW Kühlleistung, die ab 2027 neu in Verkehr gebracht werden, sollen dann nur noch Kältemittel verwenden, die ein GWP <750 haben. Weitere Verordnungen weltweit, beispielsweise in den USA, definieren seit 2025 einen GWP-Wert von 700 für Kältemittel in diesen Geräten.
Einhaltung der Vorschriften ohne großen Aufwand
Rittal hat auf die immer weiter verschärften Grenzwerte schon im Jahr 2024 reagiert und alle Kühlgeräte und Chiller auf das Kältemittel R-513A umgestellt, das aus einer Mischung von R-134a und R-1234yf besteht und einen GWP von 631 erreicht. Damit sind diese Geräte bis auf weiteres auch international zugelassen. Ab dem ersten Quartal 2026 wurde dann das Blue e+-Kühlgeräteportfolio auf R-1234yf umgestellt, im zweiten Quartal folgten die Chiller der Blue e+-Baureihe. „Damit erfüllen Klimageräte von Rittal in jedem Fall die internationalen Regularien bis ins Jahr 2032 – und wir werden auch rechtzeitig passende Lösungen für unsere Kunden haben, die den gültigen Anforderungen ab 2032 entsprechen“, bestätigt Ralf Schneider, Abteilungsleiter Solution Sales Klimatisierung bei Rittal.
Das Unternehmen stellt mit seinen Blue e+ Kühlgeräten mit dem neuen Kältemittel R-1234yf bereits heute die vollständige Einhaltung der F-Gase-Vorgaben sicher und verringert gleichzeitig Kostenrisiken. Denn: Kältemittel mit höherem GWP wie R-513A werden durch die strengeren Quoten zunehmend knapp und teuer. Die frühzeitige Umstellung auf R-1234yf gewährleistet deshalb auch langfristig eine sichere Versorgung – besonders nach den deutlichen Reduktionen ab 2027. Dank UL- und IEC-Zertifizierungen, den sehr geringen A2L-Füllmengen und einer sicherheitstechnisch optimierten Gerätekonstruktion können die Geräte weltweit eingesetzt werden, ohne dass zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen notwendig sind.












