PC-basiertes M2M Developer Kit
Für die effiziente Realisierung solcher Embedded Systeme mit Telko-Netzanschuss hat Kontron kürzlich eine modulare, computerbasierte M2M-Lösung auf Basis des Intel Atom Prozessors vorgestellt. Das auf standardbasierten Computer-on-Modules (COMs) aufbauende M2M Smart Services Developer Kit wurde speziell dafür entwickelt, Evaluierung, Entwicklung und Roll-Out von computerbasierten M2M-Lösungen für Remote Management Services über Telekommunikationsnetze zu beschleunigen. Aufgrund der flexiblen Konnektivität über Mobilfunknetze, Festnetz, WLAN und WPAN sowie der ‚Plug&Play‘-Fähigkeit des Systems können Entwickler nicht nur sehr einfach die Konnektivität der Applikation entwickeln und testen sondern im Anschluss auch schneller eine fertige Lösung ausliefern. Zusätzlich zu seiner hohen Flexibilität und Modularität unterscheidet sich das M2M Developer-Kit von geschlossenen Residential-Gateway-Systemen außerdem durch seine umfassende x86er-Softwareunterstützung. So umfasst das Kontron M2M-System eine bereits vorinstallierte 90-Tage Testversion von Wind River Linux 4.1 inklusive Softwarepakete und Treiber, um sofort mit den Testläufen für die drahtlose Konnektivität starten zu können. Auch wird für die OEM-spezifisch vorintegrierte Software bei Bedarf das gesamte Lizenzmanagement übernommen, etwa für das Betriebssystem oder für weitere Funktionen wie Antiviren-Software oder Linux-basierte ISDN-, DSL- und Ethernet-Router. OEM profitieren von einer solchen Application Ready Plattform von reduzierten Hardwareentwicklungs- und Softwareintegrations-Kosten und können sich so ganz auf die Applikationsentwicklung konzentrieren. Indem Kunden bei Kontron die Hardware zusammen mit diesen Services aus einer Hand erhalten, entfällt nach erfolgreicher Spezifizierung und Validierung des Systems zudem der gesamte administrative Aufwand für die laufende Serienfertigung.
Remote in der Cloud oder mit dezentralem Service
Kontron plant diese M2M-Plattform zusammen mit den von Intel im Rahmen der M2M Initiative initiierten Ökosystempartnern wie WindRiver, Ericsson sowie T-Online und Vodafone kontinuierlich weiter zu entwickeln und zu pflegen. Auch weitere Partnerschaften will der Hardware-Anbieter sowohl bei den zentralen Services wie etwa ‚Cloud‘-Realisierungen als auch der dezentralen Software in den M2M-Geräten anbieten, mit deren Hilfe sich nahezu beliebige Remote-Service-Projekte umsetzen lassen. OEM erhalten somit automatisch Zugriff auf Softwareupgrades, Firmware-Patches sowie auf die gesamte Infrastruktur, die für die Umsetzung industrieller M2M-Projekte erforderlich ist. Dies gilt natürlich auch für die erforderliche Cloud-Technologie für die zentralen Server- und Service-Infrastrukturen, die in Zusammenarbeit mit Partnern umgesetzt werden. Für Geräteverwaltung, Trendanalyse, Reporting oder Alarmierung beispielsweise, existieren Vorlagen, sodass sich OEM voll und ganz auf die Entwicklung ihrer Maschinen und Anlagen konzentrieren und den M2M-Bedarf an kompetente Partner auslagern können. Kontron versteht sich in diesem Zusammenhang als Serviceanbieter für OEM, der ihnen möglichst viel Entwicklungsarbeit abnehmen will. Als Wettbewerber zu M2M-Lösungsanbietern oder Systemintegratoren wird sich Kontron hingegen nicht platzieren.
Anbindung an die Telekommunikations-Netze
Das lüfterlose Kontron M2M-System in der Größe von 67x100x27mm integriert zusätzlich zu einem energieeffizienten Intel-Atom-Prozessor die volle Bandbreite an M2M Kommunikationsschnittstellen: Mit integriertem 802.11a/b/g/n WLAN und 802.15.4 WPAN oder Wireless Personal Area Network erlaubt dieses Kit die schnelle Entwicklung von Wireless Lösungen z.B. für 6LoPAN, Wireless Hart, ZigBee und andere. Optional ist das M2M-System mit dem vorzertifizierten Ericsson 5521gw Modul lieferbar und kann alternativ auch mit anderen, steckbaren PCI-Express 3G/4G Modulen bestückt werden.













