PICMG hat einen neuen technischen Unterausschuss gebildet, um eine neue Formfaktorspezifikation namens ModBlox7 zu erstellen. Die Spezifikation soll für die Box-PC-Industrie einen neuen offenen Standard für einen derzeit proprietären Markt bereitstellen. Ziel ist die Ratifizierung bis Ende 2022. Die ModBlox7-Spezifikation soll einen kompakten und modularen Box-PC beschreiben, der flexibel konfigurierbar ist, an der Wand montiert, auf eine DIN-Schiene aufgeschnappt oder in einen 19-Zoll-Baugruppenträger integriert werden kann. Die modularen Designs sollen robust sein, eine passive konduktive Kühlung unterstützen und für anspruchsvolle Anwendungen wie Eisenbahn, Avionik, mobile Maschinen und autonome Mobilität sowie Maschinen in der diskreten Fertigung und Steuerungen in kritischen Infrastrukturen der Prozessindustrie eingesetzt werden können. Das Ergebnis der Arbeit des Ausschusses wird eine Basisspezifikation sein, die die Gehäusemechanik, die modularen Funktionseinheiten und die elektrische Verbindung der Einheiten beschreibt. Der Standard soll sowohl die Interoperabilität der Einheiten für die Hersteller als auch die Interoperabilität für die Nutzer des Box-PCs gewährleisten und dabei die Vorteile modularer Systeme und integrierter kostensensitiver Box-PC-Lösungen kombinieren. „Für industrielle Endanwender liegen die Vorteile eines offenen Box-PC-Standards in der kosteneffizienten Gestaltung der dedizierten Systeme und der flexiblen Austauschbarkeit von Komponenten, um die Plattform für spezielle Aufgaben anzupassen. Auch die Hersteller profitieren, da die Interoperabilität zwischen den Geräten ihre Kernkompetenz stärkt und sie nicht jedes Gerät und seine eingebetteten Komponenten wie Kabel und Mechanik selbst entwickeln müssen. Für VARs und Systemintegratoren bietet das neue Ökosystem schnellere Konfigurationsmöglichkeiten mit Komponenten von mehreren Anbietern“, erklärt Mathias Beer, Chief Product Officer bei Ci4Rail.
PICMG Europe
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