Die Drive Controller von Sieb & Meyer bieten die dafür notwendige hohe Taktfrequenz auch im höheren Leistungsbereich und halten gleichzeitig die Erwärmung des Rotors gering. Das ist wichtig, weil der wälzgelagerte Rotor der GET nicht aktiv gekühlt werden kann. Zum Einsatz kommen der SD2 und für höhere Leistungen der Multi-Level-Umrichter SD2M. Dessen aktualisierte Variante SD4M soll künftig ebenfalls für die Zusammenarbeit zur Verfügung stehen. Beide Drive Controller besitzen einen DC-Anschluss und ermöglichen zusammen mit einem Netzteil einen Energiefluss in beide Richtungen.
„Um den Generator auf die gewünschte Drehzahl zu bringen, muss er motorisch hochgefahren werden“, erklärt Ralph Sawallisch, Key Account Manager Antriebselektronik bei Sieb & Meyer. Zunächst fließt die Energie deshalb in Richtung Generator. Anschließend startet der thermodynamische Prozess, der Gaskreis wird geöffnet und der Generator speist elektrische Energie ins Netz ein. Die Drive Controller halten dabei die vorgegebene Drehzahl unabhängig von der Richtung des Energieflusses. Eine kurze Reaktionszeit erlaubt es ihnen, Änderungen der Regelanforderungen schnell nachzuführen.
Abstimmung im Projekt
Deprag und Sieb & Meyer stimmen Turbine, Generator und Leistungselektronik gemeinsam auf die jeweilige Anwendung ab und begleiten die Projekte im direkten Austausch. „Kein Projekt ist wie das andere“, berichtet Sawallisch. Mal seien ungewöhnliche Spannungen zu berücksichtigen, mal anspruchsvolle Umgebungsbedingungen. Bei der Expansion von Erdgas kommen zudem Anforderungen an den Explosionsschutz hinzu. Beide Unternehmen berücksichtigen diese Bedingungen bei der Auslegung.
Deprag setzt inzwischen bei der GET überwiegend Drive Controller von Sieb & Meyer ein. Freundorfer verweist neben dem Leistungsumfang und den verschiedenen Umrichtervarianten auch auf die technische Unterstützung: Fragen zur Anwendung würden kurzfristig geklärt, ebenso erhalte Deprag Hilfe bei der Dokumentation. Bei kundenspezifischen Auslegungen müssen Strömungsmaschine, Generator und Umrichter aufeinander abgestimmt sein.














