
Zu den Messehighlights gehört die Compact Line mit Messgeräten für Füllstand und Druck, die insbesondere für hygienische Anwendungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie im Life-Sciences-Bereich entwickelt wurden. Für die Füllstandsmessung präsentiert Endress+Hauser zudem die Radarsensoren Micropilot FMR10B, FMR20B und FMR30B. Sie arbeiten mit 80GHz-Technologie und ermöglichen zuverlässige Messungen auch unter anspruchsvollen Prozessbedingungen. Für beengte Einbausituationen im Maschinenbau und in Skids eignet sich der magnetisch-induktive Durchflussmesser Promag H10 0xDN Full Bore mit IO-Link. Er benötigt keine geraden Ein- und Auslaufstrecken und lässt sich platzsparend integrieren. Einen anderen Ansatz verfolgt das Oberflächenthermometer iTherm SurfaceLine TM611. Es erfasst die Temperatur von außen an Rohrleitungen oder Behältern, ohne in den Prozess einzugreifen. Ergänzt wird das Portfolio durch die Steuereinheit FlexView FMA90 für Füllstands- und Durchflussmessungen. Sie kann bis zu zwei Füllstandssensoren unterschiedlicher Messtechnologien anbinden.

Messdaten über den Lebenszyklus nutzen
Am zweiten Messestand demonstriert Endress+Hauser anhand eines Modells, wie Messdaten von ihrer Erfassung über die Übertragung und Verarbeitung bis zur Nutzung in der Leitwarte bereitgestellt werden. Ziel ist es, Prozesse transparenter zu machen und auf dieser Grundlage Betrieb, Wartung und Ressourceneinsatz zu optimieren. Die Digitalisierung verändert dabei zunehmend die Rolle der Messtechnik. Bereits im Engineering können digitale Geräteinformationen helfen, die Eignung von Sensoren für bestimmte Anwendungen zu prüfen und ihre Integration vorzubereiten.

Energieeffizienz und Wasserstoff im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts sind Power+Energy-Lösungen. Mit Technologien wie FieldXpert, Netilion und Heartbeat Technology zeigt das Unternehmen, wie sich Energieverbräuche überwachen, Geräteinformationen auswerten und Einsparpotenziale identifizieren lassen. Energieeffizienz ist dabei nicht nur eine Frage der Nachhaltigkeit, sondern angesichts hoher Betriebskosten zunehmend auch ein Wettbewerbsfaktor. Zu den Exponaten gehört der Flowsic610 für die eichpflichtige Durchflussmessung von Wasserstoff mit einem Anteil von bis zu 100 Prozent. Das nach MID ausgelegte Messgerät bietet optional eine Echtzeitüberwachung der Wasserstoffreinheit.

Neue Anwendungen für bewährte Messtechnik
Neben Wasserstoff sieht Endress+Hauser weitere Wachstumsfelder in der Kreislaufwirtschaft, der Flüssigkeitskühlung von Rechenzentren und bei Carbon Capture, Utilization and Storage (CCUS). Bei der Abscheidung, Aufbereitung, dem Transport und der Speicherung von CO2 werden u.a. Durchfluss, Druck, Temperatur und Reinheit überwacht. Hier will das Unternehmen seine Erfahrungen aus etablierten Prozessindustrien auf neue Anwendungen übertragen.














