
Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragt seine 450 Mitglieder vierteljährlich zur wirtschaftlichen Entwicklung. Die Umfrage zum zweiten Quartal zeigt ein anhaltend hohes Umsatzniveau bei nachlassender Auftragsdynamik. Zudem sieht der Verband Handlungsbedarf beim Cyber Resilience Act.
Im zweiten Quartal meldeten die teilnehmenden AMA-Mitglieder ein Umsatzplus von 2% gegenüber dem Vorquartal. Im Jahresvergleich zu Q2/2025 liegt der Umsatz 14% höher. Das Umsatzniveau bleibt damit auf dem höchsten Stand seit Beginn der Zeitreihe; seit dem Basisquartal Q1/2015 ist der Branchenindex um rund 74% gestiegen, was einem durchschnittlichen Wachstum von etwa 5% pro Jahr entspricht.
Das Quartalswachstum fiel damit geringer aus als im Vorquartal erwartet. Wie der Verband mitteilt, hatten im ersten Quartal die Unternehmen für Q2 noch ein Plus von 5% prognostiziert, für das dritte Quartal rechnen sie mit einem weiteren Zuwachs von 3%.
Auftragseingang unter starkem Vorquartal
Nach Verbandsangaben normalisiert sich der Auftragseingang nach einem „außergewöhnlich starken Jahresauftakt“ wieder. Demnach lag er im zweiten Quartal bei 4% unter dem Vorquartal, das mit einem Plus von 16% den höchsten Wert seit Jahren erreicht hatte. Das Book-to-Bill-Verhältnis beträgt 0,98. Auftragseingang und Umsatz liegen damit praktisch auf gleicher Höhe, die Auftragsbücher werden somit weder spürbar auf- noch abgebaut.
Exportentwicklung stabil bis robust
Für das Exportgeschäft meldet der Verband eine überwiegend stabile bis positive Entwicklung. Gegenüber dem Vorquartal berichteten 40% der Unternehmen von steigenden Exportumsätzen, 38% gaben unveränderte und 5% rückläufige Umsätze an. Im Jahresvergleich meldeten 43% steigende, 33% unveränderte und 12% rückläufige Exportumsätze. Für das dritte Quartal erwartet die Hälfte der AMA-Mitglieder gleichbleibende Exporte, ein Drittel steigende.
Robuste Beschäftigungslage
Die Beschäftigungssituation bleibt robust. Kurzarbeit betraf im zweiten Quartal 0,4% der repräsentierten Arbeitsplätze. Wie der Verband berichtet, meldete lediglich ein einziges der teilnehmenden Unternehmen überhaupt Kurzarbeit.











