Zuverlässige und flexible Mainboards in der Medizintechnik

Zuverlässige und flexible Mainboards

Das italienische Unternehmen IMS ist ein Anbieter von Systemen für Mammografie und Brust-Tomosynthese. Für die hohe Rechenleistung und lange Lebensdauer, die bildgebende Systeme für die Medizin erfordern, setzt IMS auf Mainboards aus der Industrial Series von Fujitsu. Sie bilden das Herzstück der Mammografie- und Tomosynthese-Systeme.

Der neue Giotto Class von IMS ermöglicht alle klinischen Untersuchungen der Brust mit einem einzigen Gerät, darunter tomografiegestützte und steroskopische Biopsie in liegender oder aufrechter Haltung

Der neue Giotto Class von IMS ermöglicht alle klinischen Untersuchungen der Brust mit einem einzigen Gerät, darunter tomografiegestützte und steroskopische Biopsie in liegender oder aufrechter Haltung.

Wie bei allen Embedded-Systemen ist das thermische Management ein zentrales Thema. Das System sollte mit Umgebungstemperaturen bis zu 60 Grad Celsius zurechtkommen und dabei so energieeffizient sein, dass es selbst nur wenig Hitze erzeugt. Naheliegenderweise ist auch Zuverlässigkeit im Dauerbetrieb ein wichtiges Kriterium – auf Radiologiestationen oder in Spezialkliniken müssen die Maschinen täglich viele Stunden laufen, damit einerseits möglichst viele Patienten untersucht werden können und andererseits ein wirtschaftlicher Betrieb der teuren Ausstattung sichergestellt ist. Die Industrial Series von Fujitsu umfasst Mainboards, die speziell im Hinb

lick auf die hohen Ansprüche von Industrieanwendungen entwickelt werden. Jede Generation der Industrial Series besteht aus einer kompletten Produktfamilie. Diese umfasst Mainboards in den Formfaktoren ATX, µATX und Mini-ITX. Miniaturisierung ist für IMS ein nicht ganz so dringendes Erfordernis wie in anderen Bereichen der Embedded-Technologie, weil Mammografiegeräte nun einmal an den Größendimensionen des menschlichen Körpers ausgerichtet sind. 2013 entschieden sich die Entwickler von IMS daher, das ganz neue ATX-Industriemainboard Fujitsu D3236-S einer Testphase zu unterziehen, die von November 2013 bis Januar 2014 dauerte. Seit dem erfolgreichen Abschluss der Testphase setzt IMS das D3236-S in den Serien Giotto und Giotto Tomo ein. Mit einem Intel-Q87-Express-Chipsatz, der DDR3-1600-SDRAM unterstützt und über Intel-Core-Prozessoren der vierten Generation mit LGA-1150-Sockel verfügt, bietet das D3236-S die erforderliche Rechenleistung. Durch die im Prozessor integrierten Intel HD Graphics geht dies mit einer starken Grafikleistung einher. Die elektromagnetische Verträglichkeit des Mainboards entspricht Industriestandards. Auf der widerstandsfähigen Oberfläche der verzinnten Leiterplatte sind langlebige Komponenten verbaut.

All das verleiht dem Mainboard eine Robustheit, die eine lange Einsatzdauer gewährleistet. Ebenso wichtig ist der Produktlebenszyklus: Komponenten für die Medizintechnik, vor allem so zentrale wie das Mainboard, müssen nicht nur lange Zeit ihren Dienst tun, sondern auch so lange wie möglich lieferbar bleiben. Infolgedessen spielten bei der Auswahl des Mainboards für Giotto nicht nur die Eigenschaften des D3236-S selbst, sondern auch der von Fujitsu garantierte Produktlebenszyklus eine tragende Rolle. „Der Hauptgrund war die Verfügbarkeit für fünf Jahre und zudem die Möglichkeit, die BIOS-Einstellungen mittels eines Skripts zu konfigurieren“, erklärt Paolo Vignoli, R&D Manager bei IMS.

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Das ATX-Industriemainboard FujitsuD3236-S setzt der italienische Hersteller IMS in den Diagnosegeräten der Serien Giotto und Giotto Tomo ein.

Kundenspezifische Modifikation

Das auf den Fujitsu-Mainboards eingesetzte AMI Aptio 4.x (UEFI) BIOS von American Megatrends ist bereits von Haus aus mit einigen von Fujitsu selbst entwickelten Zusatzfeatures für Sicherheit, Leistungsregulierung und Wiederherstellung modifiziert. Doch auch kundenspezifische Konfigurationen wie die von IMS geforderten zählt Fujitsu zum üblichen Service für seine Kunden in der Embedded-Branche. Außerdem nimmt Fujitsu nicht nur Modifikationen für individuelle Kunden vor, sondern betreibt auch ein effizientes System, mit dem alle Kunden über neue Releases und BIOS-Updates informiert werden. Damit wird sichergestellt, dass jeder Kunde die Möglichkeit erhält, jederzeit mit der aktuellsten BIOS- und Firmware-Version zu arbeiten. Dies ist für Embedded-Applikationen in Medizin und Industrie besonders wichtig, weil – aus den oben beschriebenen Gründen – die Mainboard-Hardware für fünf Jahre dieselbe bleiben wird. Infolgedessen wissen Kunden wie IMS die ständigen Updates und Verbesserungen von Fujitsu zu schätzen, wie diese Aussage von Paolo Vignoli zeigt: „Anfangs hatten wir noch ein paar Baustellen, die das ‚Haswell Refresh‘ der Intel-i7-CPU und einige PCIe-16x-Grafikkarten betrafen. Dank seines guten Kundensupports hat Fujitsu diese aber ganz schnell mit der nächsten Revision des Boards samt BIOS-Updates behoben. Gerade eben testen wir das aktuellste Board und werden aufgrund der Ergebnisse unsere Entscheidung für künftige Projekte treffen.“

Fujitsu TDS GmbH
www.tds.de

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