Treibende Kräfte

Zu den treibenden Faktoren hinter dem Wachstum bei intelligenten Systemen zählen die hohen Arbeitskosten, da es normalerweise mindestens dreimal so viel kostet, bestimmte Aufgaben nicht von Maschinen, sondern von Menschen verrichten zu lassen. Ein weiterer Faktor ist der Echtzeit-Bedarf für ‚Big Data‘. Vor dem Hintergrund, dass Daten bzw. Informationen zur neuen Währung in Unternehmen werden, können intelligente Systeme sowohl das Rohmaterial als auch Analysen in Echtzeit liefern, die intelligentere Unternehmensentscheidungen als bisher ermöglichen. Intelligente Systeme können auch die Auffahrtsrampe zur Cloud bilden und helfen, das Potenzial der IT-Wolke auszuschöpfen. Dies ermöglicht Unternehmen die Entwicklung neuer Services, die neue Effizienzen und Wirtschaften erschaffen. Ein weiterer Faktor ist die ökologische Perspektive: Maschinen können im Vergleich zum Menschen Power-Management-Aufgaben mit höherer Genauigkeit und kürzeren Reaktionszeiten ausführen. Dies spart Energie, priorisiert die Nutzung und gibt z.B.Regeln oder Policies für Reaktionen auf Energieausfälle vor.

Die Herausforderungen meistern

Zwei der Hauptgruppen von Lösungsanbietern für intelligente Systeme sind Betreiber (Operators) und Geräte- oder Systemhersteller. Alle möchten Lösungen entwickeln, die sich effizient skalieren lassen, den durchschnittlichen Umsatz pro Gerät erhöhen und sich vom Wettbewerb unterscheiden. Gleichzeitig sollen bei den kommenden Geräten die Anforderungen spezifischer vertikaler Branchen umgesetzt werden. Eine wesentliche Herausforderung stellt die Fragmentierung des Marktes dar. Vertikale Branchen und ihre Applikationen neigen dazu, wenig Gemeinsamkeiten zu haben und erschweren so die Skalierung von Lösungen. Auch gibt es Anforderungen hinsichtlich Komplexität und Kundenspezifikationen, da die zur Realisierung intelligenter Systeme genutzten Technologien extrem breit gefächert und komplex sind. Außerdem bieten die meisten Lösungen keine nahtlose End-to-End Experience zwischen dem Unternehmens-Backbone und dem System- oder Gerätebereich. Auch fehlen spezielle Fertigkeiten und Know-how, da die erforderliche Expertise zur Entwicklung intelligenter Systeme normalerweise außerhalb der Kernkompetenzen der Unternehmen liegen. Sich langsam entwickelnde Standards bei der Technologie- oder Applikationsentwicklung ist eine weitere Herausforderung. Die Kernkomponenten von intelligenten Systemen wurden oft ‚Ad-hoc‘ implementiert und nutzten bei der Entwicklung und dem Einsatz mehrere im Wettbewerb stehende Standards. Betreiber und Gerätehersteller arbeiten manchmal nach einem ‚do-it-yourself‘-Konzept und versuchen, interne Kompetenzen aufzubauen, statt wichtige Teile bei der Entwicklung neuer Geräte und Services für den Markt für intelligente Systeme auszulagern. Betreiber und Gerätehersteller gehen normalerweise davon aus, dass der größte Wert in der Applikation und in der gerätespezifischen Middleware liegt. In vielen Fällen jedoch werden ihre F&E-Investitionen bedeutend weiter unten in ihrem Runtime oder Embedded-Stack gemacht (Bild 1). Das Ergebnis am Ende des Tages sind in vielen Fällen übermäßig hohe Investitionen in F&E, die sich praktisch nachteilig auf die Entwicklung von Applikationen und Services auswirken, die sich Kunden wünschen und schätzen. Zusätzlich kommt es zu Verzögerungen aufgrund von Komplexität, nicht ausreichender Erfahrung und anderer bereits erwähnter Faktoren. Viele Betreiber und Geräte-/Systemhersteller haben jedoch erkannt, dass es sinnvoll ist, relevante Investitionen hinauf in den Applikationsbereich zu verlagern und qualifizierte Partner mit der nicht für Produktdifferenzierungen erforderlichen Basistechnologie zu beauftragen, die sich direkt in der Applikation einsetzen lässt. Diese Hersteller suchen derzeit verstärkt nach Möglichkeiten, um neues Umsatzpotenzial freizusetzen, indem sie Plattformen und Entwicklungsumgebungen liefern, die die Integration von Enterprise Apps mit vernetzten Geräten vereinfachen.

Die Lösungen von Wind River

Eines der Angebote von Wind River für intelligente Systeme ist die Intelligent Device Platform (Bild 2). Die Plattform ist eine komplette Software-Umgebung zur Entwicklung intelligenter Systeme. Basierend auf dem Betriebssystem Wind River Linux ist es eine getestete, zu Standards konforme, kommerzielle Embedded Linux-Plattform mit Tools wie die Wind River Workbench-Entwicklungsumgebung und andere sofort einsatzbereite Komponenten, speziell für M2M-Applikationen entwickelt. Im Hinblick auf Connectivity beinhaltet die Plattform bereits intelligente Funktionen und Möglichkeiten zur Vernetzung. Diese sind sofort nutzbar und ermöglichen die Realisierung umfangreicher Netzwerk-Optionen. Somit lässt sich die Entwicklungszeit verkürzen und Kosten einsparen. Die geprüfte und flexible Firmware der Plattform stellt Entwicklern umfassende Vernetzungsmöglichkeiten einschließlich eines breiten Modem-Supports sowie PAN-, LAN- und WAN-Zugang zur Verfügung. Durch ihre Möglichkeiten für individuelle Anpassungen beschleunigt die Plattform die Entwicklung und verlängert zugleich den Lebenszyklus sowie die Verfügbarkeit (Uptime) von Produkten. Das zugehörige intuitiv bedienbare und Web-gestützte Tool zur Bereitstellung zu jeder Zeit sowie für Device Management senkt die Konfigurations- und Support-Kosten. Die Plattform bietet auch Funktionen hinsichtlich funktionaler Sicherheit (Security), die für M2M-Entwicklungen implementiert wurden, um relevante Daten über den Gerätelebenszyklus zu schützen. Individuell anpassbares, Secure Remote Management sorgt für Device-Integrität über Secure Boot und ermöglicht die verschlüsselte Kommunikation zwischen Gerät und Cloud-gestützter Management-Konsole.