17. August 2012

SMS von der Mausefalle

Lebensmittelbetriebe müssen hohe Anforderungen an eine fachgerechte Nagerbekämpfung erfüllen. Denn nationale und internationale Hygienestandards lassen hier keine Giftfallen zu. Deshalb kommen meistens Schlag- oder Lebendfallen zum Einsatz. Diese müssen laut deutschem Tierschutzgesetz allerdings täglich kontrolliert werden- je nach Größe des Betriebs ein enormer Zeitaufwand.
Mithilfe einer Machine-to-Machine-Lösung können (M2M) Mausfallen jetzt per SMS oder E-Mail kommunizieren. Basis dieser Mausefalle ist die Verbindung von batterieloser Funktechnologie mit Mobilfunk. Die so genannten eMitter-Fallen von BioTec-Klute integrieren den mechanischen Energiewandler ECO 200 und das Funksendemodul PTM 330 von EnOcean. Dieses Komplettpaket vereint alle Komponenten des batterielosen Funks und bildet die Grundlage für verschiedene energieautarke Schaltlösungen. Der mechanische Energiewandler erzeugt aus einer Bewegung Energie, indem er über einen Federmechanismus den Magnetfluss durch eine Spule schlagartig umpolt. Die so gewonnene Energie reicht aus, damit das Funkmodul ein Signal senden kann. Die M2M-Mausefalle arbeitet dadurch völlig unabhängig von externen Stromquellen. Vielmehr erzeugt die Maus den notwendigen Strom selbst, indem sie auf die in der Falle vorgespannte Wippe tritt, den Energiewandler betätigt und dadurch das Signal auslöst.

Kontrolle über Mobilfunk

Das EnOcean GSM-Gateway der BSC Computer GmbH empfängt die Nachricht und verständigt über Mobilfunk den zuständigen Kontrolleur per SMS oder E-Mail. Für die Kommunikationsstufe vom Controller zum Handy oder PC des zuständigen Mitarbeiters sorgt die Übertragungstechnik von M2M-PLUS. Unter diesem Markennamen bündelt die E-Plus Gruppe ihr Know-how im Bereich Machine-to-Machine-Kommunikation. Hierbei agiert M2M-PLUS nicht nur als Lieferant von Verbindungen, sondern treibt aktiv die Entwicklung neuer M2M-Anwendungen mit geeigneten Partnern voran. Herzstück der M2M-Lösung ist das Control Center, in dem sich jede einzelne M2M-SIM-Karte des gesamten Netzwerks in Echtzeit überwachen und einstellen lässt. So lassen sich etwa Warnschwellen einrichten, wenn eine bestimmte Datenmenge überschritten wird. Der Datentarif wird ausschließlich nach Verbrauch abgerechnet. Zudem können nicht benötigte Karten zeitweise deaktiviert werden. Da nur ein geringes Datenvolumen übertragen werden muss, sind die Ausgaben im laufenden Betrieb überschaubar und liegen deutlich unter dem Aufwand für eine regelmäßige persönliche Kontrolle.

Ausgabe:
www.enocean.de

Das könnte Sie auch interessieren