Umfrage: Nachholbedarf beim automatisierten Testen

Umfrage: Nachholbedarf beim automatisierten Testen

Synopsys hat die Ergebnisse einer von Coverity auf der embedded world 2015 durchgeführten Umfrage zum Thema Code und Software-Tests veröffentlicht. Demnach sind sich die Befragten zwar der Relevanz und Verbreitung von Embedded Software bewusst, unterschätzen allerdings, welche wirtschaftlichen Konsequenzen ein nicht ausreichend getesteter Code nach sich ziehen kann. Die Hälfte der Befragten setzt in ihrem Unternehmen keine automatisierten Testverfahren während des Entwicklungsprozesses ein, sondern testet die Software-Qualität allein durch manuelle Verfahren oder gar erst nach der Entwicklung. Nur 8% der Befragten glauben, dass etwa 100.000 Zeilen Code in einem Auto ausreichen, damit alles reibungslos läuft. Immerhin weiß mit 53% mehr als die Hälfte der Befragten, dass es heute durchschnittlich 10Mio. Zeilen sind. Doch nur knapp einem Drittel (30%) ist bekannt, dass 2Mio. Autos allein im letzten Jahr in Deutschland zurückgerufen werden mussten. 49% schätzten die Zahl auf 200.000, 10% gehen sogar von nur 20.000 Autos aus. Rückrufaktionen haben 2014 weltweit einen Schaden von 40Mrd. US-Dollar verursacht, eine wesentliche Ursache hierfür ist fehlerhafte Software. Bei der Frage „Wie testet Ihr Unternehmen die Qualität des Codes während des Entwicklungsprozesses?“ zeigt sich, dass 20% der Unternehmen der Embedded-Branche gar keine Tests während der Entwicklung durchführen, sondern ausschließlich auf Qualitätssicherung im Nachhinein setzen. Weitere 27% vertrauen allein auf manuelle Testverfahren, obwohl diese im Vergleich zu automatisierten Verfahren eine geringere Testabdeckung und Reproduzierbarkeit aufweisen und unterwartete Fehler seltener entdecken. Auf innovative Lösungen wie automatische statische oder Echtzeit-Testverfahren setzen insgesamt nur 13%, 38% wenden eine Kombination aus statischen und Echtzeitverfahren an.

Coverity, Inc.
www.coverity.com

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