Zwei Techniken ein Design

Zwei Techniken ein Design

Weltweite Produktionsstandorte, internationale Vertriebswege, regionale und lokale Einsatzgebiete – die Welt der industriellen Produktion und Automatisierung wächst zusammen und diversifiziert sich gleichzeitig. Die Phoenix Contact Leiterplattenklemmen der Serie TDPT möchten diese Trends unterstützen.

Adaptive Anschlusstechnik für die Industrie 4.0: Leiterplattenklemmen der Serie TDPT bieten unterschiedliche Anschlusstechniken im einheitlichen Design. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Adaptive Anschlusstechnik für die Industrie 4.0: Leiterplattenklemmen der Serie TDPT bieten unterschiedliche Anschlusstechniken im einheitlichen Design. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Die zunehmende Globalisierung bietet Geräteherstellern viele neue Chancen, stellt sie aber auch vor neue Herausforderungen. Die international diversifizierten Märkte für Automatisierungstechnik erfordern technische Lösungen, die auf die jeweiligen lokalen Rahmenbedingungen wie Gesetzgebung, Applikationsumfeld und Anwenderverhalten zugeschnitten sind.

Innerhalb eines Rasters sind die Außenabmessungen der Leiterplattenklemmen identisch. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Innerhalb eines Rasters sind die Außenabmessungen der Leiterplattenklemmen identisch. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Etablierte Anschlüsse

Ein klassisches, aber noch immer gültiges Beispiel ist die unterschiedliche Verbreitung des Schraub- und des Push-in-Federanschlusses. Im europäischen Markt ist das Federprinzip wegen seines hohen Anschlusskomforts weit verbreitet. In Nordamerika hingegen setzen viele Gerätehersteller und Anwender auf den einfacheren, aber über Jahrzehnte etablierten Schraubanschluss. Ein weiteres Beispiel sind die international unterschiedlichen Versorgungsspannungen der Niederstromnetze. Im Einphasen-Dreileiternetz in den USA und Kanada beträgt die Netzwechselspannung 120V bei 60Hz, in China und großen Teilen Afrikas beträgt die Netzspannung 220V, und in Europa ist das Niederspannungsnetz überwiegend als Dreiphasensystem mit 230V und 50Hz ausgeführt. Internationale Normen und Standards wie die IEC61800-5-1 oder die UL61800-5-1 beschreiben die in den Märkten für definierte Spannungen einzuhaltenden Luft- und Kriechstrecken der eingesetzten Komponenten. Diese regionalen Rahmenbedingungen erfordern eine hohe Varianz im Produktportfolio der Gerätehersteller. Schon beim Design-in müssen die Entwickler für die unterschiedlichen Märkte passende Anschlusstechniken und damit unterschiedliche Elektronik- und Gehäuselayouts vorsehen. Gleichzeitig stehen Hersteller vor der Herausforderung, ihre Geräte möglichst einheitlich und damit wirtschaftlich zu entwickeln und zu produzieren. Eine Strategie ist hierbei die konsequente Verwendung von Gleichteilen – um Skaleneffekte in Entwicklung, Produktion und Lagerhaltung auszuschöpfen.

Der erweiterte Berührschutz nach IEC/
UL61800-5-1 erlaubt den Einsatz ohne 
zusätzliche Abdeckung. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Der erweiterte Berührschutz nach IEC/
UL61800-5-1 erlaubt den Einsatz ohne
zusätzliche Abdeckung. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Ideale technische Basis

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen kommt der Geräteanschlusstechnik eine zentrale Rolle zu. Sie beeinflusst schließlich sowohl das Design als auch das Layout der integrierten Elektronik. Die technische Basis für wirtschaftlich produzier- und flexibel einsetzbare Geräte bieten die Leiterplattenklemmen der Serie TDPT von Phoenix Contact (Bild 1). Die Klemmen in den Rastermaßen 5,08, 6,35 und 10,16mm eignen sich für Leiterquerschnitte von 0,2 bis 16mm². Je nach Raster und Anschlussquerschnitt übertragen sie Ströme von bis zu 76A und Spannungen von bis zu 1.000V gemäß IEC. Die Besonderheit der Serie: In jedem Raster werden Ausführungen mit etabliertem Schraub- und komfortablem Push-in-Federanschluss geboten. Sowohl die Außenabmessungen als auch das Stiftlayout sind bei beiden Ausführungen identisch. Geräteherstellern bietet das formgleiche Twin-Design einen großen Vorteil. Sie können ein baugleiches Gerät je nach Markt und Anwendung mit Schraubanschluss oder mit Push-in-Federanschluss anbieten – ohne Änderungen am Design oder am Layout vornehmen zu müssen. In der Vergangenheit legten Gerätehersteller schon in der frühen Entwicklungsphase fest, ob ihre Geräte mit Schraubanschlüssen oder mit Push-in-Federanschlüssen ausgestattet werden sollen. Leiterplattenklemmen mit Schraubanschluss verfügen über eine vergleichsweise kompakte Kontur auf der Leiterplatte, bauen aber in der Regel höher als vom Anschlussvermögen vergleichbare Push-in-Ausführungen. Da auch das Stiftlayout der beiden Anschlusstechnologien meist unterschiedlich war, mussten die Gehäusegröße und die integrierte Leiterplatte von vornherein auf die jeweilige Anschlusstechnik ausgelegt werden.

Unterschiedliche Farben und Leiterquerschnitte ermöglichen differenzierte marktspezifische Lösungen. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

Unterschiedliche Farben und Leiterquerschnitte ermöglichen differenzierte marktspezifische Lösungen. (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

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Ausgabe:
Phoenix Contact Deutschland GmbH
www.phoenixcontact.com

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