Cognizant Mobility hat eine Prozesskette für die vollständig virtuelle Entwicklung von Embedded-Software im Programm. Der virtuelle Workflow gliedert sich in die folgenden Punkte: die Entwicklung, die Integration in ein virtuelles Target und schließlich das Deployment auf das reale Ziel, also ein entsprechendes Fahrzeugmodell.
Mit dieser Pipeline will Cognizant Mobility Fahrzeughersteller und Systementwickler dabei unterstützen, den Paradigmenwechsel zum SDV zu meistern. Im Software-definierten Fahrzeug der Zukunft teilen sich idealerweise möglichst viele (Kunden-)Features eine zentrale Recheneinheit, anstatt an spezifische Steuergeräte gebunden zu sein. In der Realität tun sich jedoch viele OEMs noch schwer damit, Funktionen des späteren Produkts losgelöst von der Hardware zu betrachten und zu testen. Vor diesem Hintergrund setzt das Unternehmen mit seinen Partnern innerhalb der SDV-Alliance auf einen zu 100 Prozent virtuellen Cloud-Native-Entwicklungsansatz. Embedded Software wird gemäß dem Autosar-Standard innerhalb von leistungsstarken Frameworks (u.a. mit Software-Komponenten des Partners Elektrobit) entwickelt, in Software-Container integriert und getestet. Diese Container werden anschließend in eine virtuelle Version der Hardware integriert. Die Pipeline setzt auf das Soafee-Framework. Seine integrierte Virtualisierungsunterstützung soll Entwickler in die Lage versetzen, sämtliche Funktionen zu testen – selbst wenn die Hardware noch nicht existiert.
Das eingesetzte ARM-Design stellt die Kompatibilität zwischen den virtuellen Targets und der späteren ‚echten‘ Hardware sicher. Auch die in der Cloud genutzten Prozessoren setzten bereits auf ARM. Erst im dritten Schritt werden die Software-Container 1:1 over-the-air auf die Hardware, also die Steuergeräte, übertragen. Dank dieses gezielten Front-Loadings lassen sich reale Funktionen bereits sehr früh im Entwicklungsprozess testen. So können potenzielle Fehler früh genug behoben werden, bevor sie größere Kosten verursachen. Zudem ermöglicht es die virtuelle Entwicklung, verschiedene Features bereits zu einem frühen Zeitpunkt aufzuteilen – ein wichtiger Schritt zur vollständigen Entkopplung von Hard- und Software in der Fahrzeugentwicklung.
„Durch das Zusammenspiel zwischen ARM-Design, Soafee und dem Autosar-Standard lässt sich die Software-Entwicklung beschleunigen und nachhaltiger gestalten. Auch unsere wiederverwendbaren Entwicklungskomponenten und die leistungsfähigen Frameworks sparen viel Zeit in der Entwicklung ein. Als Teil der SDV-Alliance sind wir sehr stolz darauf, diese Welten erfolgreich kombinieren zu können“, freut sich Jens Schmidt, Head of Embedded Software bei Cognizant Mobility.

















