Lange Lebenszyklen sind zwingend
„Wie der Name schon sagt, wenden wir uns mit der Extended Lifecycle Series an Kunden, für die eine lange Lieferbarkeit von Komponenten besonders wichtig ist. Das ist insbesondere bei Embedded-Systemen der Fall, die hier ganz andere Anforderungen haben als der PC-Markt“, erklärt Thomas Stanik, der bei Fujitsu den Kunden Geutebrück betreut. Jan Schwager von Geutebrück bestätigt das: „Wichtig ist es, dass wir bei Beginn der Entwicklungsarbeit an einem neuen Produkt sicher sein können, dass wir mit dem Board, das wir dem Design zugrunde legen, zwei Jahre später dann auch in Serie gehen können.“ Investitionsschutz für die Kunden genießt dabei für Geutebrück höchste Priorität. „Unser Anspruch ist es, schon heute die Technik von morgen zu unterstützen“, so Schwager. „Für Prozessoren und Speichersysteme heißt das, dass sie Leistungsreserven für zukünftige Anforderungen bieten sollten.“ Zukunftsfähige Entwicklung bedeutet für das Unternehmen aber auch, dass man es den Kunden möglichst einfach machen will, von ihrem bestehenden Produkt auf eine neue Plattform zu wechseln. Die Philosophie von Fujitsu kommt dem letztgenannten Ziel entgegen, erläutert Thomas Stanik: „Unsere Entwickler konzipieren neue Boards immer im Hinblick auf die Rückwärtskompatibilität mit den Vorgängergenerationen. Als Nachfolge-Produkt stellt das D3222-B aus der Extended Lifecycle Series eine ideale Lösung dar. Dessen Layout orientiert sich am momentan noch eingesetzten Fujitsu D3062-B, verfügt aber über einen ganz aktuellen Intel-Q87-Chipsatz und unterstützt neben Intels 4. Generation an Core CPU Technology auch USB3.0 sowie PCI Express Gen. 3.“
Leistung als Schlüsselfaktor
Nachdem der auf Embedded-Mainboards spezialisierte Elektronikdistributor Rutronik den Video-Experten 2012 das erste Fujitsu-Board vorgeschlagen hatte, musste dieses zunächst die strengen internen Auswahltests von Geutebrück durchlaufen. Auch das für künftige Produktgenerationen vorgesehene D3222-B wird derzeit genau analysiert. Jan Schwager erläutert, worauf es dem Hersteller ankommt: „Wie viele Videokanäle können mit einem bestimmten System simultan verarbeitet werden? Auf welcher Kombination aus Mainboard und CPU läuft unsere Videoüberwachungs-Software besonders gut?“ Das D3222-B punktet in den aktuellen Tests nicht nur durch seine hohe Rechenleistung auf Basis seines Intel-Q87-Chipsatzes. Wesentlich sind auch die Unterstützung von Intel HD Graphics und PCI Express Gen. 3. Denn um die Bildverarbeitung in Echtzeit auch bei großen Datenmengen zu gewährleisten, hat Geutebrück digitale Signalprozessoren mit speziell entwickelter Firmware entwickelt. Um Netzwerkinfrastruktur und Speicherplatz zu entlasten, ermöglichen sowohl GeVi Scope+ wie auch re_porter+ die Kompression und Dekompression von Videodaten in Echtzeit mit Latenzzeiten unter 120ms. Somit können genau die Bildsequenzen in höchster Qualität gespeichert und passwortgeschützt exportiert werden, auf die es im Ernstfall ankommt – beispielsweise als Beweismittel vor Gericht.
Synergie zwischen Hersteller und Distributor
Seit Juli 2013 wird das Board im Augsburger Werk von Fujitsu in Serie gefertigt. Fujitsu hat mit der Serienfertigung erst begonnen, als die Kinderkrankheiten der neuesten Prozessoren der vierten Generation der Prozessorfamilie Intel Core behoben waren. Mario Klug, Product Sales Manager Storage Displays & Boards bei Rutronik, erläutert die Vorteile der Partnerschaft Fujitsu/Rutronik für den Anwender: „Aufgrund unserer ausgefeilten Logistik können wir die Boards für die termintreue Zulieferung vorhalten. Und durch das Management der Lagerbestände können wir die Verfügbarkeit von Extended-Lifecycle-Produkten wie den Fujitsu-Industriemainboards sogar noch über den Lebenszyklus beim Hersteller hinaus verlängern.“


















