9. November 2018

Scrum neu gedacht

Um im Embedded-Umfeld erfolgreich agil zu entwickeln, müssen neben den Scrum-Grundlagen die Besonderheiten des komplexen Zusammenspiels von Hard- und Software von der Planung bis zum Test berücksichtigt werden. ScrumBedded verspricht hier als maßgeschneiderte Lösung Erfolg.

Bei Embedded-Projekten legt man für gewöhnlich im Vorfeld eine grobe Architektur fest. Entwickelt man für Single- oder Multicore-Prozessoren? Wie viele Cores werden dabei benötigt? Und wie hoch ist die ungefähre Leistungsfähigkeit des Ziel-µControllers? Geht es um ein Bare-Metal- oder um ein RTOS-basiertes Design? Kommt dabei eine generische Produkt-Plattform zum Einsatz? Entsteht ein Einzelprodukt oder entwickelt man ein Teil einer Produktfamilie? Erst wenn diese Fragen zufriedenstellend beantwortet und die zugehörigen Eckdaten festgelegt sind, ist es für das Expertenteam sinnvoll, mit den Entwicklungssprints und so mit der agilen Entwicklungsmethodik zu beginnen.

 (Bild: MicroConsult GmbH)

Besonderheiten agiler Entwicklung von Embedded Systemen (Bild: MicroConsult GmbH)

Zeit für agile Embedded-Rollen

Zu den klassischen Scrum-Rollen wie Product-Owner, Scrum-Master und Scrum-Team kommen in der Embedded-Entwicklung noch viele weitere Rollen hinzu, darunter Hardwareentwickler, Systemarchitekten, Entwickler von Low-Level-Treibern, Gesamtsystemtester, Anwenderdokus für das Gesamtsystem, Gesamtprojektleiter sowie Produktmanager. Zu jeder dieser einzelnen Rollen sollten Schnittstellen bestehen, die in der agilen Entwicklung angepasst werden müssen. Ohne diese Anpassungen entstehen zu große Reibungsverluste, und oft führt das zum Scheitern des kompletten agilen Ansatzes. Hier ist Überzeugungsarbeit zu leisten und gegenseitiges Vertrauen zu schaffen, um gemeinsam den Erfolg der agilen Entwicklung zu ernten.

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Ausgabe:
www.microconsult.de

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