15. Oktober 2018

Welche IoT-Lösungen nutzt der Mittelstand?

Wie eine Studie des Digitalverbandes Bitkom aus dem Jahr 2018 zeigt, nutzen vier von zehn Industrieunternehmen eine IoT-Plattform. Die Bedeutung der Vernetzung von Produkten, Anlagen und Maschinen wird für die eigenen Unternehmensziele also hoch eingeschätzt. Folgende Praxisbeispiele veranschaulichen, wie vielfältig der Mittelstand das Potenzial der IoT-Technologie heute nutzt.

 (Bild: Cumulocity GmbH)

(Bild: Cumulocity GmbH)

Mit Hauptsitz im bayrischen Kaufbeuren bietet der Telemetrie-Spezialist Sensor-Technik Wiedemann (STW) anspruchsvolle Lösungen in den Bereichen Elektrotechnik, Automatisierung und Vernetzung. Benannte Lösungen sind oft spezifisch auf bestimmte Branchen oder gar Teilsegmente zugeschnitten, um Kundenvorstellungen möglichst präzise zu realisieren. Für die Londoner Verwaltungsbehörde Greater London Authority hat das Unternehmen ein IoT-Projekt umgesetzt, mit dessen Hilfe der Emissionsausstoß von Bussen des öffentlichen Personennahverkehrs überwacht wird. Das Ziel: Bis zum Jahr 2021 sollen im Zuge der Initiative Ultra Low Emission Zone mehr als 5.000 Busse mit der Technologie ausgestattet werden, um die Luftqualität innerhalb der Stadt zu verbessern. Die Fernüberwachung der Busse realisiert STW auf Grundlage der Plattform Cumulocity IoT, die in diesem Fall als White-Label-Lösung im Einsatz ist. Sie ermöglicht es, technische Daten, Störungen, Routen, Standorte und Kraftstoffverbrauch zu überwachen und in Echtzeit zu visualisieren.

 (Bild: Cumulocity GmbH)

(Bild: Cumulocity GmbH)

OffshoreEnergieanlagen

Sensor-Technik Wiedemann ist hier gleich mit zwei Projekten vertreten, das zweite auf dem Feld der Offshore-Energiegewinnung: Bei der Wartung von Offshore-Energieanlagen wie Windrädern oder Gezeitenkraftwerken organisieren eigenständige Dienstleister den Transport von Fachpersonal zu den jeweiligen Anlagen auf See. STW stattet die Transportboote hier mit speziellen Sensoren aus, mit deren Hilfe Daten beispielsweise zum Wellengang gemessen werden. Auf Grundlage dieser Daten lassen sich nützliche Schlüsse ziehen. Beispielsweise kann die Wahrscheinlichkeit von Seekrankheit auf dem Boot durch Erschütterungen nach einer verpflichtenden ISO-Norm berechnet, wonach auch die Kosten einer Fahrt eingeschätzt werden – die Fahrt ist bei starken Wellen z.B. deutlich teurer. Alle Sensordaten werden in einer Anwendung zentral gebündelt und lassen sich in Echtzeit beobachten und steuern.

Die vernetzten Kaffeemaschinen

Das Unternehmen Lyreco ist ein großer Anbieter für Büro- sowie Arbeitsplatzlösungen und unter anderem Lieferant hochwertiger Kaffeemaschinen und dazu passender Kaffeekapseln. Um den Bestand der Kapseln und die Funktionstüchtigkeit der Maschinen bei Firmenkunden stets im Blick zu haben, setzt das Unternehmen eine IoT-Lösung um, die zum einen die Menge der vorhandenen Kapseln, zum anderen relevante Funktionsparameter der Kaffeemaschinen in Echtzeit analysiert. Dabei werden die Maschinendaten in das SAP-ERP-System von Lyreco integriert und das Bestandsmanagement komplett automatisiert, was wiederum zu Kosteneinsparungen führt. So ist es möglich, rechtzeitig Nachschub an Firmenkunden zu liefern oder im Falle eines technischen Ausfalls einen Techniker zu schicken. Durch den Einsatz der IoT-Lösung konnte das Unternehmen Situationen, in denen der Bestand bei Kunden gänzlich zur Neige ging oder Kaffeemaschinen komplett ausfielen, um ein Vielfaches reduzieren.

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Ausgabe:
www.cumulocity.com

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