Vorabprüfung für erfolgreichen Zertifizierungstest
Nach den Vorgaben des PI Testlabors muss grundsätzlich jedes Profinet-Gerät zertifiziert werden. Diese Zertifizierung dürfen ausschließlich akkreditierte Testlabors (PITL) durchführen, die von den PITLs als kostenpflichtige Dienstleistung angeboten wird. Die Zertifizierung eines Profinet-Geräts soll in erster Linie die Interoperabilität und das normkonforme Verhalten des Geräts sicherstellen. Dazu gehören, neben der Benutzung der offiziellen PI-Zertifizierungstools, auch die Prüfung der Gerätebeschreibungsdatei sowie Interoperabilitätstests mit verschiedenen realen Profinet-Geräten. Zusätzlich zum Gerät selbst müssen auch einige formale Aspekte berücksichtigt und dem PITL nachgewiesen werden. Dazu gehört bspw. ein Gerätehandbuch, sowie Dokumente zum EMV-Nachweis. Wenn die Tests erfolgreich durchgeführt wurden und auch die formalen Dokumente akzeptiert worden sind, stellt das PITL einen positiven Testreport aus. Dieser muss dann zusammen mit einem Antrag auf Erteilung eines Zertifikats bei PI abgegeben werden. Das daraufhin ausgestellte Zertifikat ist typischerweise drei Jahre gültig. Damit der Ablauf der eigentlichen Zertifizierungstests bei einem PITL möglichst reibungslos abläuft, bietet der Hersteller von industriellen Kommunikationslösungen Hilscher als Dienstleistung eine Vorabprüfung von Geräten an. Dabei werden zunächst gezielt die häufigsten Fehler getestet sowie ein Durchlauf mit den Zertifizierungstesttools gestartet, um bereits im Vorfeld mögliche Probleme aufzudecken und eine Einhaltung der oft knappen Terminpläne zur Produktfreigabe abzusichern. Nach einem positiven Vortest ist die Wahrscheinlichkeit, den echten Zertifizierungstest zu bestehen, ungleich höher.


















