18. September 2019

Brücke zwischen den IoT-Clouds

Wenn zwei Spezialisten ihre Stärken kombinieren, profitieren ihre Kunden: Auf dieses Prinzip setzen Telekom und SAP. Die beiden Unternehmen haben eine Schnittstelle entwickelt, die ihre beiden IoT-Clouds miteinander verbindet. Damit gelingt die Prozessvernetzung noch leichter.

aerial view shipping dock have container ship and container at night . (Bild: ©anucha sirivisansuwan/gettyimages.de)

(Bild: ©anucha sirivisansuwan/gettyimages.de)

Wenn möglichst alle Prozesse im Unternehmen von der Vernetzung profitieren sollen, müssen auch Ressourcenplanung, Warehouse und Supply Chain Management entsprechend verzahnt sein. SAP und die Deutsche Telekom haben daher eine Lösung entwickelt, mit der bestehende IT-Anwendungen von aktuellen Daten profitieren, die das IoT generiert: Der Cloud-2-Cloud Connector (C2C) dient als Schnittstelle zwischen der Telekom Cloud der Dinge und der SAP Cloud. Sie verbindet die SAP-Landschaft von Unternehmen mit der IoT-Plattform der Telekom. So können Unternehmen Live-Daten aus der Telekom-Cloud unmittelbar in SAP-Anwendungen integrieren. Doch der C2C Connector leitet nicht bloß Daten weiter. Die Schnittstelle filtert Rohdaten individuell nach vordefinierten Kriterien, damit immer genau die Informationen im SAP-System eines Unternehmens ankommen, die für dieses auch relevant sind. Damit kombinieren die Telekom und SAP ihre Stärken zu einer übergreifenden IoT-Cloud: Die Telekom sorgt für die Aggregierung, Vorfilterung und Übertragung relevanter Daten. SAP bereitet sie fachgerecht und effizient auf und löst bei Bedarf vordefinierte Schritte aus. So erlaubt die performante Architektur des ERP-Systems S/4HANA die automatisierte Verarbeitung von Echtzeitdaten sowie stetig wachsender Datenmengen. Dafür nutzt die vierte ERP-Produktgeneration von SAP die In-Memory-Technologie, bei der Daten direkt im Arbeitsspeicher statt auf Festplatten verarbeitet werden. Das macht das System echtzeitfähig, weil Daten nicht zunächst in den Hauptspeicher geladen werden müssen. Auf diese Weise haben Anwender stets eine aktuelle Entscheidungsgrundlage und reagieren schneller auf Abweichungen, Schwankungen oder Ausfälle. Durch die Kombination mit der Telekom Cloud der Dinge profitieren Unternehmen von IoT-Daten aus dem Telekom-Kosmos, Anwender arbeiten jedoch weiterhin in ihrer gewohnten SAP-Umgebung. Über die standardisierte OData-Schnittstelle fließen die Echtzeitdaten in Anwendungen wie SAP Global Track and Trace, SAP Connected Goods oder SAP Vehicle Insights. Dank der durchgängigen Ende-zu-Ende-Lösung kann das System automatisiert den ERP-Rechnungslauf auslösen, kurz nachdem eine Lieferung vom Hof gefahren ist. Dasselbe gilt für die Geräte- und Maschinenüberwachung: Leert sich ein Rohstoffsilo, bestellt das System nach. Auf diese Weise steuern Unternehmen ihre Rohstoffzuflüsse effizienter und kostengünstiger, behalten die Transportwege stets im Blick können Ausweichrouten in Echtzeit planen, um Lieferungen termingerecht zuzustellen. Gleichzeitig bemerken Unternehmen mithilfe der Echtzeitdaten Diebstähle einzelner Pakete oder ganzer Fahrzeuge unmittelbar – und können so zur Aufklärung der Straftaten beitragen. Bitter nötig, denn allein in Deutschland stehlen laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft Kriminelle alle 20 Minuten Transportgüter oder -fahrzeuge.

www.telekom.com

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