28. Februar 2018
Gehäuse für Displays und Touchscreens

Smart verpackt

Mobile und stationäre Elektronik muss zuverlässig vor mechanischen und umgebungsbedingten Einflüssen geschützt werden. Elektronikgehäuse der neuen Serie ‚Displays Carrier System‘ dienen als Verpackung für die künftig stark wachsende Anzahl an Displays und Bedieneinheiten.

Modulare Displayträgersysteme optimieren die 'smarten' Mensch-Maschine-Schnittstellen im Industrial Internet of Things (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

 (Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH)

 

Geräte zur Bedienung und Beobachtung bilden eine Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Ihre effiziente und ergonomische Ausgestaltung ist ein wesentlicher Faktor bei der Interaktion des Menschen mit der Welt der vernetzten Maschinen und Prozesse. Auch die Gehäuse für Displays und Touchscreens rücken dabei in den Fokus.

Touch-Technologien

Im Gegensatz zu den klassischen Eingabegeräten – Tastatur mit und ohne Folie, Maus, Trackball – werden beim Touchscreen nicht nur die Finger, sondern auch andere Hilfsmittel verwendet. In Abhängigkeit von der eingesetzten Technik werden folgende Umweltzustände erfasst und zur Positionsbestimmung genutzt:

• Haptische Signale (Druck)
• Elektrostatische Signale (Ladung)
• Akustische Signale (Ultraschall)
• Optische Signale (Infrarotstrahlen)
• Elektromagnetische Signale (Spannung)

Der Touchscreen ist ein Bedienelement, das durch Berührung einer speziellen Oberfläche eine Reaktion des zu bedienenden Systems hervorruft, die berührungsempfindliche Oberfläche dient als Touchsensor. Das Gehäuse bildet die schützende Hülle für diese Eingabeeinheit und unterstützt die Bedienergonomie – wie weiter unten beschrieben. Zusammen mit einem Touchcontroller und einem Softwaretreiber bilden diese die Komponenten des Touchscreen. Das Signal wird vom Touchcontroller verarbeitet, nachdem es über den Touchsensor erfasst wurde. Anschließend gibt der Touchcontroller die Information über die Position der Berührung an die Benutzerschnittstelle weiter.

Damit diese die Information verarbeiten und interpretieren kann, muss zuvor der Softwaretreiber installiert werden. Der Softwaretreiber ist dabei mit einem Maus-Emulator vergleichbar. Eine Berührung der berührungsempfindlichen Oberfläche ist daher auch wie ein Mausklick an derselben Stelle zu betrachten. Analog zum Mausklick löst eine kurze Berührung des Touchscreens die entsprechende Reaktion aus. Gleiches gilt für zwei Berührungen mit kurzem Intervall – dem Doppelklick – oder für andere Funktionen, wie etwa Drag&Drop. Aufgrund der vielseitigen Anforderungen und Einsatzbedingungen gibt es Touch-screens in unterschiedlichen Ausführungen. Sie basieren hauptsächlich auf den nachfolgend beschriebenen Techniken. Analog-resistive Systeme dienen der Erfassung von haptischen Signalen – hier unterscheidet man zwischen:

• Polyester-Touch in 4-Draht-, 5-Draht- oder 8-Draht-Ausführung
• Multi-Finger-Operation auf Basis der 5-Draht-Ausführung
• Glas-Film-Glas-Touch (GFG-Touch)

Kapazitive Systeme dagegen dienen der Erfassung von elektrostatischen Signalen (Ladung) – dabei wird unterschieden zwischen:

• Oberflächen-kapazitiver Touch
• Projektiv-kapazitiver Touch

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Ausgabe:
www.phoenixcontact.de

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